Mit der Vorstellung des Modellprojektes “Sorgende Betriebe und Institutionen” lenkte die Veranstaltungsreihe “Personal: Wissen to go” der Liga-BW die Aufmerksamkeit auf ein besonderes personalpolitisches Thema: die Sorgearbeit und Sorgeverantwortung in und von Betrieben. Feline Tecklenburg, Geschäftsführende Vorständin von Wirtschaft ist Care e. V. (der Verein ist Initator und Begleiter des Projektes) stellte den Teilnehmenden und Vertreter:innen der Liga-Verbände das Modellprojekt vor und warb für den Mehrwert und Nutzen, den das Projekt auch in Betrieben der Sozialwirtschaft entfalten kann.
Mit dem Projekt sollen gemeinsam mit Unternehmen und Einrichtungen Arbeitsstrukturen erprobt werden, die die private und innerbetriebliche Sorgearbeit einbeziehen. Ziel des Projekts ist es, Sorgearbeit sichtbar zu machen und gerecht zu verteilen. Um Sorgearbeit sichtbar zu machen, lohnt sich bspw. die Beantwortung dieser Fragen:
- Wissen Sie, wer bei Ihnen im Unternehmen die Teeküche aufräumt?
- Kennen Sie die Person, die Ihr Büro reinigt, beim Namen?
- Wer kümmert sich um die Geburtstagsgeschenke für Kolleg:innen?
- Steht in Ihrer Betriebsvereinbarung, wie der Umgang mit plötzlichen Pflegefällen in der Familie geregelt ist?
Gemeinsam mit den Betrieben soll ein Arbeitsumfeld geschaffen werden, in dem diese Themen strukturell bearbeitet und nachhaltige Veränderungen geschaffen werden.
Eine Mitwirkung am Projekt ist jederzeit noch möglich – ein Appell auch an die Einrichtungen der Liga-Verbände, die sich im Sinne einer sorgesensiblen Personalpolitik und Unternehmensführung neu aufstellen wollen und für ihre aktuellen Mitarbeitenden sowie im Wettbewerb um neue (Fach)Kräfte zu einem attraktiven Erwerbsarbeitsort werden wollen.
Interessierte Einrichtungen können sich jederzeit bei WiC e. V. unter info(at)wirtschaft-ist-care.org melden.
