Im Rahmen der AG Personal fand am 23. Juni 2026 ein Austausch mit der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit statt. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle Herausforderungen und gemeinsame Lösungsansätze für den Arbeitsmarkt und den Arbeitskräftemangel in der Sozialwirtschaft.
Ein Schwerpunkt war die Vorstellung der Arbeitsmarktdrehscheibe. Der Gedanke hinter dem Instrument: Wenn Unternehmen Personal abbauen müssen und andere gleichzeitig Fach- und Arbeitskräfte suchen (wie z.B. im Bereich der SAHGE-Berufe), können mit diesem ganzheitlichen Konzept – von der Beratung bis hin zur Vermittlung – direkte Übergänge in neue Beschäftigung geschaffen werden. So bleiben wertvolle Kompetenzen dem Arbeitsmarkt erhalten.
Ein weiteres zentrales Thema war der Übergang von der Schule in den Beruf. Die Bundesagentur für Arbeit stellte ihre vielfältigen Unterstützungsangebote vor, die junge Menschen auf dem Weg in Ausbildung und Beruf begleiten und ihnen den Einstieg erleichtern sollen. Besonders nachdenklich stimmte die Erkenntnis, dass Jugendliche aus Haushalten im SGB II-Bezug eine um rund 25 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit haben, eine Ausbildung aufzunehmen. Diese Zahl verdeutlicht, wie stark soziale Rahmenbedingungen die Chancen junger Menschen beeinflussen und unterstreicht die Bedeutung gezielter Unterstützungsangebote.
Der Austausch machte deutlich, dass es auch auf operativer Ebene zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine engere Zusammenarbeit gibt. Erste konkrete Schritte wurden direkt vereinbart.
Wir bedanken uns bei der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit für das offene, konstruktive Gespräch und freuen uns darauf, die Zusammenarbeit gemeinsam weiterzuentwickeln.
Bild v.l.n.r.: Klaudia Schuster, Sabrina Steger, Timo Psotta, Sabine Schultheiß, Manuela Mayer, Anja Grießhaber, Julia Schlembach, Francesca Muratore, Silke Arnold
