18 Juni

Im Gespräch mit Svenja Gruß, Vorständin des SkF der Diözese Rottenburg-Stuttgart, standen zentrale Herausforderungen der sozialen Daseinsvorsorge im Mittelpunkt. Diskutiert wurde insbesondere die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes und der dringend notwendige Ausbau von Schutzräumen und Unterstützungsangeboten für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder. Besonders prekär ist der Mangel an inklusiven Plätzen für Frauen mit Behinderungen bzw. deren Kinder.

Weitere Themen waren die Gewinnung von Fachkräften durch Quereinstiegs- und Qualifizierungsmaßnahmen sowie die Stärkung hauswirtschaftlicher Berufe. Positiv hervorgehoben wurde die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit in diesem Bereich.

Besprochen wurden zudem die Folgen finanzieller Kürzungen für soziale Angebote, wie zum Beispiel reduzierte Öffnungszeiten von Anlaufstellen für wohnungslose Menschen. Diese verschärfen Ausgrenzungserfahrungen und erhöhen das Risiko von Übergriffen auf Menschen in prekären Lebenslagen.

Einigkeit bestand darüber, dass die Liga-Verbände ihre gemeinsame Schlagkraft weiterhin nutzen müssen, um die soziale Daseinsvorsorge nachhaltig zu stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sichern.