09 Apr.

Umsetzung, Ausgangsanalyse und Weiterentwicklung im Hilfesystem

Die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes stellt das frauenunterstützende Hilfesystem vor grundlegende fachliche und strukturelle Veränderungen. Es gilt, in wenigen Jahren ein bedarfsgerechtes Hilfesystem aufzustellen und die Grundlage der Finanzierung neu auszugestalten.
In dieser dynamischen Situation bietet der Fachtag „Frauenunterstützungssystem 2.0“ ein Forum für Fachkräfte der Frauen- und Kinderschutzhäuser sowie der Frauenberatungs- und Interventionsstellen, aktuelle Entwicklungen und Perspektiven miteinander und mit der Stabsstelle Gewalthilfegesetz des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration BW zu diskutieren.
Im zentralen Fachvortrag wird Dr. Ina Bieber, Bundeskriminalamt, die Ergebnisse der ersten geschlechtsübergreifenden und repräsentativen Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ vorstellen. Die Studie liefert aktuelle Zahlen der verschiedenen Betroffenheiten von Gewalt im Geschlechterverhältnis in Deutschland. Sie bildet eine Grundlage für die Bestimmung des Bedarfs an Unterstützung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der durch Kienbaum durchgeführten Ausgangsanalyse für Schutz und Beratung in Baden-Württemberg. Die Ergebnisse dieser Analyse bilden eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung von Strukturen, Entwicklungsplanung und Qualitätsstandards im Hilfesystem.

Mit methodischem Wechsel zwischen Fachvorträgen und Workshopformaten will die Fachtagung „Frauenunterstützungssysteme 2.0“ ein Forum für Fachpersonen schaffen, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und Perspektiven zu entwickeln.