16 Jan.


Im Rahmen des Gesprächsformats „Auf ein Mauldäschle…“ begrüßte die Liga-BW den Spitzenkandidaten der baden-württembergischen GRÜNEN, Cem Özdemir, in ihrer Landesgeschäftsstelle. Beim ersten gemeinsamen Kennenlernen fand ein grundlegender Austausch über die Bedeutung des sozialen Sektors als stetig wachsender Wirtschaftsbereich in Baden-Württemberg im Fokus.

Mit ungewöhnlichem Gesprächsaufhänger hat der Vorstand der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V. am 15.01.26 den Spitzenkandidaten der baden-württembergischen GRÜNEN, Cem Özdemir zum Gespräch in ihre Landesgeschäftsstelle eingeladen. „Wir haben uns zum gemeinsamen Maultaschenrollen und natürlich Essen getroffen, denn wie fast jeder weiß, finden doch beim Essen und in der Küche immer die besten Gespräche statt. Wir freuen uns natürlich, dass Cem Özdemir unserer Einladung gefolgt ist.“ so Beatrix Vogt-Wuchter, die Vorstandsvorsitzende der Liga-BW.

Neben dem gemeinsamen Kochen und Genießen der schwäbischen Spezialitäten galt es sich gegenseitig kennenzulernen und über die Relevanz des Sozialen Sektors in Baden-Württemberg ins Gespräch zu kommen. So konnte Cem Özdemir am Ende des Austausches deutlich anerkennen: „Die Sozialwirtschaft ist ein wirtschaftliches Schwergewicht und gleichzeitig ein sozialer Stabilitätsanker – für die Menschen und für den Arbeitsmarkt.“ Aktuelle Kennzahlen des Statistischen Landesamtes zeigen:

  • In Sektor der Sozial- und Gesundheitswirtschaft waren 2024 insgesamt rund 845.000 Menschen in Baden-Württemberg beschäftigt.
  • Das sind über 13 % aller Erwerbstätigen in Baden-Württemberg oder anders formuliert: Jede achte Person ist in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt.
  • Mit über 417.000 Beschäftigten in den Einrichtungen und Angeboten der Verbände der freien Wohlfahrtspflege stellen diese die Hälfte dieses Gesundheitssektors dar.
  • Während (bei stagnierender Gesamtwirtschaft) die Industrie zunehmen Stellen abbaut, steigt die Zahl der Erwerbstätigen im Sozial- und Gesundheitssektor seit Jahren stetig an: 2024 allein um + 2,3 % zum Vorjahr.

Die Liga-BW betont, dass die Leistungen der freien Wohlfahrtspflege nicht nur soziale Sicherheit schaffen, sondern auch eine zentrale Voraussetzung für das Funktionieren aller anderen Wirtschaftsbereiche sind. „Als Verbände der freien Wohlfahrtspflege sehen wir bei uns eine große Verantwortung, sichere Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung, gesellschaftliche Teilhabe und damit letztlich auch für sozialen Zusammenhalt.“ Erklärt die Liga-Vorsitzende abschließen. Auch Cem Özdemir zieht ein klares Resümee: „Ohne Pflege, Betreuung und Beratung keine starke Wirtschaft. Dieser Sektor verdient definitiv eine politische Priorität.“

Die Liga-BW wird neben dem Kontakt zum Spitzenkandidaten auch den steten Dialog mit den Sozialpolitiker:innen fortsetzen und die sozialpolitischen Anliegen der freien Wohlfahrtspflege auch nach der Landtagswahl am 08. März 2026 aktiv einbringen.