06 Feb.

Unter dem Titel „Soziales ist Zukunft – Liga trifft Politik“ luden die Liga der freien Wohlfahrtpflege in Baden-Württemberg (Liga-BW) und die Liga Ortenau die Kandidat:innen der Wahlkreise Kehl, Lahr und Offenburg für die Landtagswahl 2026 zu einem offenen Dialog über die Bedeutung und die Sicherung der sozialen Daseinsvorsorge. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze für eine verlässliche soziale Infrastruktur. Ein besonderer Fokus lag dabei auf Angebote und Dienste zur Hilfe in existenziellen Notlagen und zur gesundheitlichen Versorgung.

Angesichts demografischer Veränderungen und steigender Bedarfe wurde in der Diskussion die Notwendigkeit grundlegender Strategien und langfristig tragfähiger Konzepte, etwa in der Suchtprävention, den sozialpsychiatrischen Diensten oder den Angeboten von Gesundheitsversorgung für wohnungslose Menschen betont. „Die Tatsache, dass viele niedrigschwellige Anlaufstellen, immer mehr Zulauf haben und gleichzeitig finanzielle und personelle Ressourcen fehlen, macht den Handlungsdruck hierbei deutlich“, so die Vorstandsvorsitzende der Liga-BW, Beatrix Vogt-Wuchter.

Die vorgestellten Praxisbeispiele, etwa der Sozialberatung der Caritas, der Drogenberatungsstelle Kehl oder Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie verschafften den Kandidierenden vor Ort vielfältige Einblicke und zeigen eindrücklich, warum „Soziales ist Zukunft!“ mehr als der Claim der aktuellen Kampagne der Liga-BW ist. Als Kandidierende für den Landtag waren an der Diskussion beteiligt Norbert Hense, GRÜNE, Dr. Kathrin Merkel, CDU, Raphael Kupferer SPD, Sanja Tömmes, FDP sowie Amelie Vollmer und Jana Kühl, beide LINKE. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die kommenden Jahre entscheidend für die Ausgestaltung sozialer Angebote und deren Finanzierung sind.

„Unsere Aufgabe als soziale Einrichtung ist es, die Interessen der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und den Dialog zwischen allen relevanten Akteuren zu fördern“, erklärte Robert Sauer, Vorsitzender des Caritasverbands Vordere Ortenau und zugleich Sprecher der Liga in der Region Ortenau. „Die Landtagswahl 2026 bietet die Chance, die soziale Daseinsvorsorge zukunftsfest zu gestalten. Wir sind bereit, unsere Ansätze und Ideen auch in der neuen Landesregierung mit einzubringen.“ resümieren die Liga-Vertreter:innen abschließend.