Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg fordert beim Landesrahmenvertrag zum Bundesteilhabegesetz (BTHG) klare Kriterien für Leistungserbringer

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Stuttgart 08.05.2019   Qualität und Wirkung sozialer Arbeit müsse in erster Linie an der Verbesserung der Lebensqualität und Teilhabemöglichkeit jedes Einzelnen gemessen werden. Deshalb brauche es personenzentrierte Indikatoren, die zusammen mit Menschen mit Behinderung entwickelt werden müssten, so der Verband. Mit dem neuen Bundesteilhabegesetz – BTHG haben Menschen mit Behinderung ein Recht auf umfassende gesellschaftliche Teilhabe und gleichwertige Lebensverhältnisse beim Wohnen, Arbeiten und in der Freizeit. In diesem Bundesgesetz ist erstmalig verankert, dass soziale Organisationen als Leistungserbringer die Wirkung ihrer Leistungen und Angebote nachweisen müssen. Derzeit verhandeln die Vertragspartner den Landesrahmenvertrag zum BTHG auf Augenhöhe mit den Leistungsberechtigten, um gemeinsam die Zukunft der Eingliederungshilfe wirkungsvoll zu gestalten. Bei einem Fachkongress unter dem Motto „DER PARITÄTISCHE BWirkt“ in Esslingen diskutierten rund 130 Expert*innen über die Wirkungsorientierung in der sozialen Arbeit.

„Die wirkungsorientierte Steuerung sozialer Arbeit muss am Menschen, an der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, an der Ermöglichung, ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen, ausgerichtet sein und nicht an ökonomischer Effizienz“, mahnt Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. „Denn nur durch eine wirksame Personenzentrierung kann es nach unserer Auffassung auch gelingen, eine gesellschaftliche Veränderung, die die Politik letztlich einfordert, auch zu erreichen“, so die Vorstandsvorsitzende. „Die Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit ist nicht neu. Im Gegenteil: Sie gehört seit Jahren zum Selbstverständnis der Leistungserbringer. Jetzt stehen wir allerdings vor der großen Herausforderung, Messinstrumente zu entwickeln, welche die Komplexität von Strukturen, Personen und individuellen Zielvorstellungen berücksichtigt. Deshalb ist es unabdingbar, dass wir unsere gesellschaftlichen sowie zielgruppenbezogenen Wirkungsziele klar formulieren, eine Umsetzungsstrategie entwickeln, Erhebungs- und Analyseverfahren aufbauen und selbstbewusst und reflektiert mit den Ergebnissen umgehen. Diese Grundhaltung erhoffen wir uns in gleicher Weise von den Leistungsträgern und der Politik,“ so Wolfgramm weiter.

Die Dokumentation zur Veranstaltung finden Sie in Kürze auf unserer Homepage unter www.paritaet-bw.de.

Hina Marquart M.A.
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DER PARITÄTISCHE Baden-Württemberg
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