Statistik zeigt nicht wirkliches Ausmaß der Arbeitslosigkeit

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Stuttgart, 1. März 2019. Die zurückgehende Zahl der Arbeitslosen in der Statistik der Agentur für Arbeit bedeutet nicht, dass die nicht mehr aufgeführten Menschen in eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln konnten. 64.432 Personen haben ihre Arbeitslosigkeit beendet, aber nur 19.651 Personen konnten in eine Erwerbstätigkeit am allgemeinen Arbeitsmarkt übergehen.

Die Zahl der Unterbeschäftigten – derer, die krank oder in Maßnahmen, aber eigentlich auch arbeitslos sind – fällt mit 281.153 deutlich höher aus als die der registrierten Arbeitslosen. Ebenso ist die Zahl der Arbeitssuchenden ist mit 375.640 Menschen fast doppelt so hoch wie die der registrierten Arbeitslosigkeit. Auch die Zahlen der älteren, der behinderten, der ausländischen Arbeitslosen und die Zahl der Unterbeschäftigung sinken gegenüber dem Vorjahr langsamer als die Zahl der allgemeinen Arbeitslosigkeit. Insgesamt 437.802 Menschen, 306.606 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und 131.196 nicht erwerbsfähige Angehörige, vor allem Kinder und Jugendliche, sind auf die Unterstützung durch Hartz-IV-Leistungen angewiesen.

Mit dem neuen Teilhabechancengesetz sollen in Baden-Württemberg bis zu 2.000 Beschäftigungsverhältnisse für Langzeitarbeitslose geschaffen werden. Die Diakonie begrüßt dieses Gesetz ausdrücklich. Angesichts des Bestandes an Langzeitarbeitslosen, die auf diese Unterstützung angewiesen sind, kann es aber nur ein Einstieg in einen zuverlässigen Sektor öffentlich geförderter Beschäftigung sein. Auf keinen Fall darf es zu einer Entwicklung kommen, dass im Gegenzug zu dem neuen Instrument bestehende Maßnahmen reduziert werden, wie es die aktuellen Monatszahlen andeuten.

Weitere Hinweise unter:
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/

Claudia Mann
Pressesprecherin
Leiterin der Abteilung Presse und Kommunikation
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