Das Recht auf Wohnen

Drucken E-Mail
Landesfamilienrat fordert Verankerung in der Landesverfassung

Zum internationalen Tag der Sozialen Gerechtigkeit (20. Februar) fordern 21 baden-württembergische Verbände und Organisationen ein Recht auf bezahlbares und generationengerechtes Wohnen. Der Landesfamilienrat als gemeinsames Gremium verlangt, dieses Recht über die Landesverfassung zu garantieren.

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum führe zu steigendem Armutsrisiko. Wohnen sei die neue soziale Frage. Der Landesfamilienrat fordert Land und Kommunen deshalb dazu auf, entschiedener zu handeln. Der Markt allein werde und könne das Problem nicht beheben.

Mit Blick auf die Kommunalwahlen Ende Mai legt der Landesfamilienrat deshalb ein Positionspapier vor. Es benennt 12 Bereiche, in denen zur Verbesserung der Situation gehandelt werden muss. Insbesondere beim Sozialen Wohnungsbau und der Nutzung bereits vorhandenen Wohnraums müssten die Kommunen das Heft fester in die Hand nehmen.

Das Diakonische Werk Baden als wichtiger Partner im Landesfamilienrat weist darauf hin, dass in Baden-Württemberg etwa 150.000 Wohnungen fehlen. Das sei dramatisch. Wohnen beeinflusse Gesundheit und Sicherheit, Lernfähigkeit und die persönliche Entfaltung von Kindern und bestimme die sozialen Kontakte der Familien. Wohnen sei also mehr als nur ein Dach über dem Kopf. Den Titel des Positionspapiers haben man dahingehend bewusst gewählt.

Nach Angaben des Landesfamilienrats haben es vor allem Alleinerziehende, Familien mit mehr als zwei Kindern und Zugewanderte schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Geringverdiener müssten mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten aufwenden. Die wachsende Wohnungsnot habe längst auch die Mittelschicht erreicht.

Das Positionspapier „Mehr als ein Dach über dem Kopf – Bezahlbarer und generationengerechter Wohnraum für Familien“ kann beim Landesfamilienrat gegen eine Versandkostenpauschale bestellt werden.


Der Landesfamilienrat Baden-Württemberg ist der Zusammenschluss von Verbänden und Organisationen, die landesweit in der Arbeit für und mit Familien engagiert sind. Ihr Ziel ist es, die Lebensqualität und damit die Rahmenbedingungen für Familien und das Leben mit Kindern zu verbessern. Dem Landesfamilienrat gehören 21 Wohlfahrts- und Familienverbände, Kirchen oder andere landesweit tätigen Organisationen als Mitglied an.


Mehr Informationen
Kontakt:
Christian Könemann  |  Pressesprecher  |  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon +49 (721) 9349 – 248  |  Telefax +49 (721) 93496 – 248  |  Mobil    +49 (172) 7319 935





Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V.

Stauffenbergstraße 3
70173 Stuttgart
Tel  0711 / 619 67 - 0
Fax 0711 / 619 67 - 67