Prostitution in Baden-Württemberg

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Landesweit erstes Symposium zum ProstSchG

Mit dem landesweit bislang einmaligen Treffen bilanziert das Diakonische Werk Baden ein Jahr Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Baden-Württemberg und bringt erstmals alle Beteiligten zusammen. Im November 2017 war das dazugehörige Ausführungsgesetz für das Bundesland in Kraft getreten.

Etwa 120 Experten treffen sich in Karlsruhe. Ziel ist der Austausch über bislang gemachte Erfahrungen und das Finden von Verbesserungsmöglichkeiten. Vertreter der Polizei, der Gesundheits- und Ordnungsämter, der Finanzbehörden und Krankenkassen, Anwälte, Wissenschaftler und Sozialarbeiter werten die Umsetzung des Gesetzes aus. Hinzu kommen Bordellbetreiber und Prostituierte.

Das Prostituiertenschutzgesetz hat alle Beteiligten vor eine Vielzahl neuer Herausforderungen gestellt, die es in der Praxis zu bewältigen gilt. Führen die neuen Regelungen wirklich zu mehr Schutz und Selbstbestimmung für Menschen in der Prostitution? Steht der gesetzliche Anspruch im Widerspruch zur Realität?

Wir laden Sie herzlich ein, den Fachtag zu begleiten am

Donnerstag, den 29. November 2018, 10:30 Uhr bis 16:30 Uhr
IHK – Industrie- und Handelskammer
Lammstraße 13-17, 76133 Karlsruhe


Experten und Expertinnen werden Ihnen vor Ort zur Verfügung stehen. Das Programm entnehmen Sie bitte dem Anhang.

In Workshops geht es darum, wie das Gesetz im Alltag gelebt wird: welche Hürden bestehen, welche Rolle hat die Polizei und was kann man bei Verdacht auf Menschenhandel tun? Wo stößt der gesetzliche Schutzauftrag an Grenzen und wie gelingt das Zusammenspiel der zahlreichen Akteure, die das Gesetz zusammenführt? Außerdem geht es um die Frage, welche negativen Nebenwirkungen das Gesetz möglicherweise mit sich bringt. Der Fachtag will konkrete Problemlösungen erarbeiten und Gelegenheit bieten, von gemachten Erfahrungen zu lernen.

In Baden-Württemberg gibt es aktuell 14 Fachberatungsstellen und Projekte für Prostituierte. Standorte sind Freiburg, Friedrichshafen, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Kehl, Mannheim, Pforzheim, Stuttgart und Ulm. Für Betroffene von Menschenhandel gibt es landesweit vier weitere Fachberatungsstellen. Der größte Teil der Hilfsangebote befindet sich in Trägerschaft der Diakonie. Dort war zuletzt ein deutlich steigender Beratungsbedarf bei den Prostituierten registriert worden. Ursache ist nach Überzeugung der Fachberaterinnen eine zunehmende Verunsicherung, ausgelöst durch das neue ProstSchG.

Mehr Informationen
Kontakt:
Christian Könemann  |  Pressesprecher  |  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon +49 (721) 9349 – 248  |  Telefax +49 (721) 93496 – 248  |  Mobil    +49 (172) 7319 935





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