Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

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PARITÄTISCHER und Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg fordern bessere und einheitliche Bezahlung in Pflegeberufen

Stuttgart 08.07.2020   Junge Menschen finden den Pflegeberuf durchaus interessant. Vorbehalte gibt es bei der Bezahlung und den Aufstiegschancen. Das geht aus der aktuellen Studie des Bundesfamilienministeriums hervor. Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg und der Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg fordern eine angemessene einheitliche Bezahlung für alle Pflegeberufe. In der Altenpflege und Krankenpflege werde gleichwertige Arbeit geleistet, so die Verbände.

„Wir müssen die gestiegene Anerkennung nutzen, um die Attraktivität der Pflegeberufe durch eine angemessene Bezahlung zu erhöhen. Pflegekräfte haben eine hohe Arbeitsbelastung und tragen große Verantwortung bei einer im Vergleich geringen Entlohnung“, betont Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. Auch müssten die Gehälter in der Pflege einheitlich sein. „Krankenpfleger*innen und Altenpfleger*innen sollten gleich viel verdienen. Sie leisten gleichwertige Arbeit“, so Wolfgramm. Gerade mit der neuen generalistischen Pflegeausbildung laufen wir sonst Gefahr, dass die Entscheidung darüber, im Altenheim oder einer Klinik zu arbeiten, sich an den Verdienstmöglichkeiten ausrichtet. Das können wir uns im Hinblick auf den demografischen Wandel und  akuten Fachkräftemangel in der Altenhilfe nicht erlauben“, so Wolfgramm. Eine höhere Bezahlung dürfe aber nicht auf Kosten der Pflegebedürftigen gehen. Die Finanzierung müsse über den Ausbau der Pflegeversicherung zu einer solidarischen Bürgerversicherung, Steuermittel und die Kostenübernahme der Behandlungspflege durch die Krankenkassen erfolgen.

„In den vergangenen Wochen ist das Bewusstsein vieler für das, was Pflegekräfte in Kliniken und Altenhilfe leisten, gewachsen. Es geht nun darum, diese gesteigerte Wertschätzung für die Berufe in der Pflege und die Leistungen der Pflegenden über die Zeit der Corona-Pandemie hinaus zu bewahren“, betont Lars-Ejnar Sterley, Landesgeschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes Baden-Württemberg e.V.. „Wir fordern deshalb die Vertreter von Bund, Ländern und der Kassen auf, in einen dauerhaften Dialog über die Relevanz der Pflege zu treten. Wenn wir als Gesellschaft künftig für derartige Ausnahmezustände gewappnet sein wollen, müssen wir dafür sorgen, dass der Pflegeberuf attraktiver wird und genügend junge Menschen sich für eine Zukunft in der Pflege entscheiden. Dazu gehört neben einem Tarifvertrag, wie wir ihn haben, die Ausbildung attraktiv zu gestalten. Vor allem vor dem Hintergrund der generalistischen Ausbildung muss gewährleistet sein, dass die Altenhilfe gestärkt wird. Dazu gehören ein ausgewogenes Curriculum, gesicherte Praxiseinsätze und gute Arbeitsbedingungen“, so Sterley.  

Weiterer Pressekontakt:  Arbeiter-Samariter-Bund Baden-Württemberg e.V., Simone Baumgartner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel: 0711 44013-130, mobil: 0175 831 41 40, E-Mail:
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Hintergrundinformationen:

DER PARITÄTISCHE Baden-Württemberg
Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg ist einer der sechs anerkannten Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege. Er ist weder konfessionell, weltanschaulich noch parteipolitisch gebunden. Der Verband steht für Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe und wendet sich gegen jegliche Form sozialer Ausgrenzung. Ihm sind in Baden-Württemberg über 880 selbständige Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 4.000 sozialen Diensten und Einrichtungen angeschlossen sowie rund 50.000 freiwillig Engagierte. Ihm gehören 226 Mitgliedsorganisationen aus dem Bereich „Ältere Menschen und Pflege“ an. Weitere Informationen unter www.paritaet-bw.de
 
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