Lösungen für die Pflege der Zukunft

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Diakonie Baden als international agierender Innovationstreiber

Das Diakonische Werk Baden sucht Antworten auf die kommenden Herausforderungen in der aufsuchenden Pflege. Dazu hat der Wohlfahrtsverband ein Projekt initiiert, an dem 26 Organisationen in zehn Ländern beteiligt sind.

Projektstart ist der 1. Juli 2020. In den kommenden zweieinhalb Jahren wird es darum gehen, unter den Staaten der Donau-Anrainer eine soziale Innovationsstruktur aufzubauen. Ziel ist es, neue Produkte und Dienstleistungen für die aufsuchende Pflege und Betreuung zu entwickeln. Am Ende soll das Projekt praxisorientierte Handlungsempfehlungen für alle politischen Ebenen liefern.

Teilhabe und gesundes Altern sind brisante Herausforderungen nicht nur in Deutschland. Die Corona-Pandemie zeigt, dass europäische Zusammenarbeit auch in Bereichen nötig ist, die in nationaler Verantwortung liegen. Bislang entwickelt jedes Land eigene Lösungen. Die Pandemie zeigt auch die Bedeutung gut funktionierender Pflege. Alte Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen und hilfsbedürftigen Kindern haben wachsenden Betreuungsbedarf. Es werden dringend neue, innovative, digital-unterstützende und bezahlbare Lösungen benötigt.

Diese sollen in neun regionalen Innovations-Laboren, sogenannten „D-Care Labs“, entwickelt werden. In ihnen erarbeiten zunächst 250 Start-ups und Unternehmen der Sozialwirtschaft neue Produkte und Dienstleistungen. Verschiedene Experten arbeiten gemeinsam an Lösungen und entwickeln Prototypen. Beteiligt sind professionelle Anbieter von sozialen Innovationslaboren wie der Grünhof e.V. aus Freiburg. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt u.a. von der Universität Heidelberg. Zudem sind nationale und regionale Fachministerien, Behörden und Agenturen, Kommunen und soziale Investoren als strategische Partner eingebunden.

Außerdem etablieren die Projektpartner Kooperationsbeziehungen zu verschiedenen Investoren wie öffentlichen Institutionen, Krankenkassen, Stiftungen oder Privatpersonen. Ziel ist es, eine nachhaltige Finanzierung der neuen Innovationen und die Strukturen zu sichern. Die transnationale Innovationsstruktur ermöglicht es, dass innovative Lösungen im Donauraum verbreitet und für andere Kontexte adaptiert werden können.

Das Projekt wird vom Interreg Danube Transnational Programme kofinanziert.


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