Corona-Krise: Den Teufelskreis für sozial benachteiligte Familien und ihre Kinder durchbrechen

Drucken E-Mail
Stuttgart, 20.05.2020. Die Corona-Pandemie hält seit Monaten die Welt in Atem. Wir alle in Baden-Württemberg sind davon betroffen. Jedoch trifft es sozial benachteiligte Familien und ihre Kinder besonders heftig – hier wirkt sich die Corona-Krise wie ein Teufelskreis aus. Bereits jetzt führen die Einschränkungen von Rechten und die zusätzlichen Probleme in verschiedenen Lebenslagen, wie Gesundheit, Wohnen oder Bildung, zu negativen Wechselwirkungen. Bestehende Benachteiligungen wiederholen sich. Durch die wirtschaftliche Krise wird die Zahl der von Armut Betroffenen oder Bedrohten steigen. Auch im weiteren Lebensverlauf verschärft sich der Teufelskreis, da die derzeitige Situation künftig zu weiteren Benachteiligungen führen wird.
„Sozial benachteiligte Familien und ihre Kinder sind weitgehend sozial isoliert und auf sich gestellt. Momentan erleben sie zusätzliche Belastungen, die eine gute gemeinsame Alltagsbewältigung und Erziehung der Kinder erschweren oder verhindern. Gerade sozial benachteiligte junge Menschen leiden unter den in der Corona-Pandemie getroffenen Einschränkungen ihrer Rechte auf Bildung und auf soziale Teilhabe“ so Ursel Wolfgramm, Vorsitzende der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg.

Die Verbände der freien Wohlfahrtspflege fordern daher in ihrer heute veröffentlichten Positionierung „Corona-Krise: Den Teufelskreis für sozial benachteiligte Familien und ihre Kinder durchbrechen“ die Landesregierung Baden-Württemberg auf, durch landesweite Initiativen und Programme mehr Verantwortung für sozial benachteiligte Familien und ihre Kinder zu übernehmen. Dies kann nicht allein den Entscheidungsträgern vor Ort überlassen werden!

„Im Zusammenhang mit dem schritt- und stufenweisen Wiedereinstieg in den Schulbetrieb fordern wir vom Kultusministerium individuelle, passgenaue Unterstützungsangebote für die Schüler*innen, die im Rahmen des Homeschooling über den regulären Fernunterricht hinaus weitere Lernhilfen benötigen“, verdeutlicht Wolfgramm.

Auch braucht es finanzielle und infrastrukturelle Unterstützung für sozial benachteiligte Familien und ihre Kinder, um diese Krise meistern zu können und den Teufelskreis weiterer Benachteiligungen zu durchbrechen. Die gesamte Positionierung ist unter www.liga-bw.de bereitgestellt.

DOWNLOAD PRESSEMELDUNG
DOWNLOAD POSITIONIERUNG UND FORDERUNGEN



Pressekontakt
Dr. John Litau
Geschäftsführer
als Mitglied des Vorstands
Liga der freien Wohlfahrtspflege
in Baden-Württemberg e.V.
Stauffenbergstr. 3
70173 Stuttgart
Tel. 0711 - 61 967 - 12
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.liga-bw.de

Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V.

Stauffenbergstraße 3
70173 Stuttgart
Tel  0711 / 619 67 - 0
Fax 0711 / 619 67 - 67