Pressemitteilung zum Tag der Kinderbetreuung (11.05.2020)

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Corona: Der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg fordert landeseinheitliche Schutzkonzepte für den erweiterten Kita-Notbetrieb

Stuttgart 11.05.2020   Zum heutigen Internationalen Tag der Kinderbetreuung fordert der PARITÄTISCHE Baden-Württemberg für den coronabedingten erweiterten Kita-Notbetrieb ein landeseinheitliches Schutz- und Hygienekonzept. Die Hygienepläne müssten praktikabel für den Kitaalltag und vor allem kindgerecht sein. „Kinder brauchen alternative Schutzmaßnahmen und -konzepte“, erklärt der Verband. Bei der Entwicklung der Rahmenbedingungen für den eingeschränkten Regelbetrieb müssten die Trägerverbände vom Land einbezogen werden.

„Die Mimik spielt in der pädagogischen Arbeit eine wichtige Rolle. Der in der Regel erforderliche Mund-Nasen-Schutz kann Kinder stark verunsichern, sogar ängstigen und zu Missverständnissen in der Kommunikation führen. Deshalb brauchen wir alternative Schutzmaßnahmen zum Tragen einer Maske“, betont Feray Şahin, Bereichsleitung Familie, Kinder und Migration beim PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg. „Auch Verhaltensregelungen wie Abstand halten zu anderen Kindern sind im Kitaalltag nicht umzusetzen“, so Şahin weiter. Deshalb müssten im Kitabetrieb vor allem besondere Hygienemaßnahmen im Sanitärbereich, bei den Mahl- und Ruhezeiten sowie beim Bring- und Abholdienst gelten. Vor allem aber müsse das Land dafür sorgen, dass genügend COVID-19 Tests in den Einrichtungen vorhanden seien.

Außerdem mahnt der Verband, für Kitapersonal, das zur Risikogruppe gehöre, Regelungen wie beim Lehrpersonal zu schaffen und sie von der Präsenzpflicht in der Kita zu befreien. Stattdessen könnten sie beispielsweise von zuhause aus den Kontakt zu Kindern und Eltern halten, die nicht in die Kita können, und diesen Anregungen für die Bewältigung des familiären Alltags geben. Bei Wiederaufnahme des Regelbetriebs benötige diese Personengruppe ein Überbrückungsgeld in Höhe von 80 bzw. 87 Prozent des Verdienstausfalls, wenn Kinder im Haushalt lebten.



Hina Marquart M.A.
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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