Diakonie Baden zu Pflegebonus-Entscheidung

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Lob und Kritik an Bundesregierung

Das Diakonische Werk Baden begrüßt die Sonderprämie für Mitarbeitende im Pflegebereich. Verbandschef Urs Keller sagte, es sei gut, dass die Bundesregierung trotz anfänglicher Widerstände diesen Bonus auf dem Weg gebracht habe. Grundsätzlich sei er ein Zeichen der Wertschätzung für außergewöhnliche Einsatzbereitschaft in einer physisch und psychisch besonders belastenden Zeit. Zugleich erinnert er aber an die grundsätzliche Forderung der Diakonie, dass in der Pflege in allen Einrichtungen Tariflöhne bezahlt werden müssen. Eine Einmalzahlung könne faire Löhne nicht ersetzen.

Kritisch bewertete Keller allerdings die angedachte Finanzierung des Pflegebonus. Eine wirkliche gesellschaftliche Anerkennung der Pflegearbeit hätte einen steuerfinanzierten Pflegebonus erfordert. Dazu habe sich die Politik trotz großer Ankündigungen nicht durchringen können. Der jetzige Kompromiss in der Finanzierung sei enttäuschend, zumal sich nun auch noch die ohnehin knapp finanzierten Träger beteiligen sollten, die nicht über die entsprechenden Rücklagen verfügten. Auch die Beteiligung der Pflegekassen wälze die Kosten ins Pflegesystem ab. 

Beschäftigte in der Altenpflege sollen noch in diesem Jahr als Ausgleich für die derzeit besonders hohe Belastung einen Gehaltsbonus von bis zu 1.500 Euro erhalten. Darauf hatte sich heute Mittag das Bundeskabinett verständigt.

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