AWO feiert Jubiläum

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Großer Festakt in Karlsruhe

Vor 100 Jahren wurde die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Deutschland gegründet. Dieses besondere Jubiläum feierten die AWO-Bezirksverbände Baden und Württemberg am 8. November 2019 in der Karlsruher Schwarzwaldhalle mit ca. 1.200 Gästen aus den AWO-Gliederungen, der Politik und Gesellschaft, darunter Landessozialminister Manne Lucha und Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe.

„Ich freue mich sehr, dass so viele aus Baden und Württemberg unserer Einladung gefolgt sind“, sagte Wilfried Pfeiffer, Vorsitzender der AWO Bezirksverband Baden e.V. „100 Jahre AWO – das ist wirklich ein Grund zum Feiern“, ergänzte Nils Opitz-Leifheit, Vorsitzender AWO Bezirksverband Württemberg e.V. In der Tat hat sich die AWO seit ihrer Gründung im Jahre 1919 zu einem anerkannten Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege entwickelt. „Die AWO im Land ist heute nicht nur ein starker Mitgliederverband, sondern auch ein bedeutendes soziales Dienstleistungsunternehmen“, erklärte AWO-Bezirksgeschäftsführer Klaus Dahlmeyer. „Im Betreuten Wohnen für Seniorinnen und Senioren sind wir einer der größten Anbieter in Baden.“ Traditionell ist die AWO vor allem in der ambulanten und stationären Altenhilfe aktiv, engagiert sich aber in fast allen sozialen Bereichen. „Grundlage unseres Handelns sind dabei stets die ureigenen Werte der Arbeiterwohlfahrt: Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität“, betonte Christian Ruppert, Geschäftsführer AWO Bezirksverband Württemberg e.V.

Die AWO-Jubiläumsfeier wurde mit veranstaltet vom AWO-Kreisverband Karlsruhe-Stadt. „Wir sind stolz darauf, dass der gemeinsame Festakt der AWO-Bezirksverbände Baden und Württemberg bei uns in Karlsruhe stattfindet“, sagte Kreisvorsitzende Angela Geiger, die auch stellvertretende Vorsitzende der AWO Bezirksverband Baden e.V. ist.

Vor 100 Jahren, am 13. Dezember 1919, wurde der „Hauptausschuss für die Arbeiterwohlfahrt“ in Berlin von Marie Juchacz gegründet. Marie Juchacz war Sozialdemokratin, Mitglied der Weimarer Nationalversammlung und die erste Frau, die in einem deutschen Parlament eine Rede hielt. Das Ziel des neuen Verbandes war zunächst, die akute Not nach dem 1. Weltkrieg zu lindern. Außerdem sollte eine moderne Wohlfahrtspflege etabliert werden, die geprägt ist von der Idee der Selbsthilfe und der Solidarität. Im Dritten Reich wurde die AWO als einziger Wohlfahrtsverband in Deutschland verboten. Im Jahre 1946 folgte die Neugründung als parteipolitisch unabhängige Organisation. Heute hat die AWO bundesweit über 333.000 Mitglieder und mehr als 200.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In Baden und Württemberg sind es aktuell 25.000 Mitglieder und über 15.000 hauptamtlich Beschäftigte.


Auch nachzulesen unter: https://www.awo-baden.de/kopfnavigation/aktuelles/detailansicht/article/awo-feiert-jubilaeum.html






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