Rechtssicherheit für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter ist überfällig

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Ungeachtet einer neuen Gesetzesinitiative der Bundestagsfraktionen von SPD und CDU/CSU unterstützt der DRK-Landesverband Baden-Württemberg die rasche Umsetzung der aktuellen Bundesratsinitiative für mehr Rechtssicherheit für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter. „Eine eindeutig rechtssichere Situation für diejenigen Fälle, in denen kein Arzt vor Ort ist und keine vorab erteilte ärztliche Anweisung vorliegt, kann nur durch die Bundesratsinitiative erreicht werden“, so Barbara Bosch, Präsidentin des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg.

Oft trifft der Notarzt deutlich später als der Rettungswagen bei einem Notfall ein. Hinzu kommen Einsätze, in denen der Notarzt erst nachgefordert werden muss oder der direkte Notarztdienst nicht besetzt ist. Dann müssen Notfallsanitäter alleinverantwortlich handeln und ohne ärztliche Unterstützung Leben retten. „Hier brauchen die Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter Rechtssicherheit für das, was sie in der Ausbildung gelernt haben“, so Barbara Bosch. Seit 2014 gibt es das Berufsbild des Notfallsanitäters mit einer umfassenden dreijährigen Berufsausbildung, in der die sichere Durchführung von invasiven Maßnahmen und die Gabe von Notfallmedikamenten gemäß definierter Standards gelehrt werden.

„Selbstverständlich werden Notfallsanitäter damit nicht zu Medizinern, es gilt nach wie vor der Arztvorbehalt“, betont der Landesarzt des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg, Prof. Dr. Wolfgang Kramer, und positioniert sich zugleich für die vom Bundesrat angestrebte Rechtssicherheit. Das Prinzip der Delegation bleibe damit nicht nur erhalten, sondern sei erst recht notwendig, denn die Bundesratsinitiative mache eine einheitliche und flächendeckende Einführung von entsprechenden Anweisungen der verantwortlichen Ärzte für bestimmte Einsatzfälle erforderlich, um den Notfallsanitätern klare Handlungsparameter an die Hand zu geben. Eine übermäßige Belastung der Mitarbeiter sei durch die vom Bundesrat eingebrachte Änderung nicht zu erkennen: „Unsere hervorragend ausgebildeten Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter sind tagtäglich mit Menschen in Notsituationen konfrontiert und werden für die in Frage kommenden Maßnahmen in ihrer dreijährigen Ausbildung bestens geschult“.


Udo Bangerter
Pressesprecher - Leiter Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
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