Einladung zum Pressetermin: Aktuelle Forschungsergebnisse zum Kindeswohl bei Trennung der Eltern

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am 08.Oktober 2019 um 12.00 Uhr im PARITÄTISCHEN Mehrgenerationenzentrum, Hauptstr.28 in 70563 Stuttgart

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

laut statistischem Bundesamt sind ungefähr 200.000 Kinder und Jugendliche jedes Jahr von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Ob und wie Kinder diese Krise bewältigen, hängt wesentlich davon ab, wie die Eltern die Betreuung und das Zusammenleben künftig gestalten. Jede dritte Trennungsfamilie landet wegen unlösbaren Streitigkeiten in punkto Betreuung, Umgang und Unterhalt vor dem Familiengericht. Diese hohe Quote zeigt, dass Eltern zum Wohl des Kindes Unterstützung bei der Regelung des Umgangsrechts brauchen.

In Bezug auf die „richtige“ Betreuungsform – Residenzmodell oder Wechselmodell - ist ein wissenschaftlicher Streit entbrannt. Das Bundesfamilienministerium hat dazu die Studie „Kindeswohl und Umgangsrecht“ bei der Forschungsgruppe PETRA in Auftrag gegeben, die noch nicht veröffentlicht ist. Mit aktuellen Forschungsergebnissen zum Thema „Betreuungsformen im Hinblick auf das Kindeswohl auch bei häuslicher Gewalt“ befasst sich ein Fachtag des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg zu dem Expert*innen aus den Bereichen Frauen, Mädchen, Kinder und Familie eingeladen sind.

Im Rahmen eines Pressetermins möchten wir Ihnen das für und wider einzelner Betreuungsformen im Hinblick auf das Kindeswohl auch bei häuslicher Gewalt präsentieren.

Ihre Gesprächspartner*innen sind
Dr. Stefan Rücker, Leiter der Studie von der Forschungsgruppe PETRA
Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg
Julia Wahnschaffe, Kinderschutzbund Baden-Württemberg
Anna-Maria Schmid, Frauen für Frauen e.V. Ludwigsburg


Hintergrundinformation: zur Situation von Kindern nach Trennung in Deutschland

Die überwiegende Mehrheit der Kinder lebt nach der Trennung der Eltern im klassischen Residenzmodell - mit einem festen Wohnsitz, in der Regel bei der Mutter, und Besuchswochenenden beim Vater. Rund ein Viertel der Kinder verliert im Laufe der Zeit den Kontakt zum Elternteil, mit dem es nicht zusammen wohnt. Eine annähernd geteilte Betreuung durch beide Elternteile nach der Trennung, die sogenannte Doppelresidenz, ist in Deutschland im europäischen Vergleich eher selten. Bei diesem Modell wechseln die Kinder zwischen den Wohnungen der Eltern hin und her, und leben sowohl mit Mutter und Vater ihren Alltag.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Mit freundlichen Grüßen

Hina Marquart M.A.
Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
DER PARITÄTISCHE Baden-Württemberg
Hauptstr. 28
70563 Stuttgart
Tel. 0711/2155-207
mobil: 0172/7148625
Fax 0711/2155-215
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