Katholische Altenhilfe legt Prioritäten fest - Altenhilfe-Träger wollen Ende der Versäulung

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Katholische Altenhilfe legt Prioritäten fest

Altenhilfe-Träger wollen Ende der Versäulung

Stuttgart, 3. Februar 2017 Mit einem Plädoyer für die Aufhebung der Trennung von stationärer und ambulanter Altenhilfe endete am Dienstag die Jahresversammlung des Netzwerks Alter und Pflege in der Katholischen Akademie in Stuttgart-Hohenheim. Das Netzwerk, dem über 50 katholische Träger der Altenhilfe in der Diözese Rottenburg-Stutt- gart angehören, hatte sich bei seiner Tagung auf wesentliche politische Ziele für das Jahr 2017 geeinigt. Die Ziele waren am Vormittag zunächst in einem Workshop in Stuttgart von Altenhilfe-Experten erarbeitet und anschließend von der Netzwerkversammlung ver- abschiedet worden.

„Die Zukunft der Pflege findet nah am Menschen statt“, so die Aussage der katholischen Träger am vergangenen Dienstag. D.h. die Pflege wird dort erbracht, wo der pflegebe- dürftige Mensch seinen Lebensmittelpunkt hat, in seinem sozialen Umfeld. Und genau dort soll die professionelle Pflege noch intensiver als bisher durch Beratung, Betreuung und Begleitung flankiert werden. Das Stichwort lautet: „Bürger-Profi-Kommune-Mix“ in der Pflege. Für das Netzwerk bedeutet dies vor allem, selbstbestimmtes Leben im Alter sowie die vorhandenen professionellen und ehrenamtlichen Potenziale und Ressourcen vor Ort bündeln. So kann die Zukunft der Pflege gelingen.

Voraussetzung hierfür ist aber zudem die Aufhebung der zurzeit noch klaren Trennung von ambulanter, teilstationärer und stationärer Versorgung. Im Zentrum aller Bemühun- gen müssen stattdessen die Bedürfnisse der hilfebedürftigen Menschen stehen im Sinne einer „Kultur der Selbstbestimmung“, so das Netzwerk. Denn die Bedarfe der Menschen verlangen eine ganzheitliche Pflege, die unabhängig von der Wohnform unbürokratisch erbracht werden soll.

Aus diesem Grund macht sich das Netzwerk auch für eine Reform des Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetzes (WTPG) und der Landesheimbauverordnung durch die baden-würt- tembergische Landesregierung stark. Aus Sicht der katholischen Träger zementieren diese beiden Gesetze die bestehende sektorale Trennung der Altenhilfe, anstatt ihr Spiel- räume für eine Weiterentwicklung zu bieten. Dies sei nicht mehr zeitgemäß, so das Netz- werk in einer Pressemeldung, und wird immer weniger dem tatsächlichen Pflegealltag, insbesondere im Hinblick auf die neuen Wohnformen, gerecht.

Auf ihrer Jahresversammlung wählten die Delegierten auch ihre Vertreter im Diözesanen Runden Tisch (DRT), dem Lenkungsgremium des Netzwerks. Gewählt wurden Alfons Mau- rer (Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung, Sindelfingen), Jürgen Kunze (Stiftung Haus Lin- denhof, Schwäbisch Gmünd), Boris Strehle (Stiftung St. Franziskus, Heiligenbronn), Frank Höfle (Altenhilfezentrum Isny), Andreas Schardt (Verwaltungszentrum des Katho- lischen Stadtdekanats Stuttgart) und Peter Silberzahn (Katholische Hospitalstiftung Horb). Außerdem gehören Rainer Brockhoff und Annette Holuscha-Uhlenbrock als Vor- stände des diözesanen Caritasverbandes und Birgitta Negwer vom Fachverband Zukunft Familie zu den Mitgliedern des DRT.

 

Hintergrund: Das Netzwerk Alter und Pflege ist die Nachfolge-Organisation der früheren Arbeitsgemeinschaften Katholische Sozialstationen und Einrichtungen in der Altenhilfe. Es wurde im März 2015 gegründet und führt die Kompetenzen aus stationärer und am- bulanter Altenhilfe zusammen.

Mehr Info zum Netzwerk Alter und Pflege: Uta Strelow-Hartel, Netzwerk Alter und Pflege, 0711 2633-1281, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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