Solidarischer Beitrag gegen Energiearmut

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Solidarischer Beitrag gegen Energiearmut

Mit exakt 19.669 Euro fördert das Domkapitel der Diözese Rottenburg-Stuttgart das Projekt „Stromspar-Check“ ihres Caritasverbandes. Die Mittel stammen aus den Erlösen der Photovoltaikanlagen der Wohnhäuser des Domkapitels. Der Stromspar-Check ist ein von der Caritas entwickeltes Projekt und hilft armutsgefährdeten Menschen, ihren Energieverbrauch zu senken: Ehemals langzeitarbeitslose Menschen sind umfassend geschult und beraten Haushalte mit geringem Einkommen, wie sie Energie einsparen können. Eine kostenlose Installation von Energiespar- und Wasserspartechnik ist dabei enthalten. Für die Weiterentwicklung des Angebots sagte Domdekan Clemens Stroppel für die Folgejahre zudem jährlich eine Förderung von 2.400 Euro zu. Der Stromsparcheck wird zudem seit Jahren von der Bischöflichen Aktion Martinusmantel gefördert.

„Es ist uns ein Anliegen, einen solidarischen Beitrag zu leisten, damit die Menschen nicht unter Energiearmut leiden müssen“, so Domdekan Stroppel anlässlich des Welttages der Armut, den Papst Franziskus erstmals für den 19. November diesen Jahres ausgerufen hat. Gerade mit einem geringen Einkommen sei es wichtig zu wissen, wie man die elektrischen Geräte im eigenen Haushalt effizient nutze oder kostengünstig heizen kann. „Wir wissen, welche dramatischen Ausmaße es annimmt, wenn Menschen ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. Damit es erst gar nicht so weit kommt, fördern wir das Caritas-Projekt. Zudem geben wir nur Mittel zurück, die auf jede Stromrechnung aufgeschlagen werden und die die Haushalte besonders belasten, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen“.

Der Betrag unterstützt den Stromspar-Check an den derzeitigen Standorten in Aalen, Heidenheim, Esslingen, Göppingen, Tübingen, Böblingen, Albstadt, Tuttlingen, im Rems-Murr-Kreis, Stuttgart, Ulm und Biberach. Für Caritasdirektor Pfarrer Oliver Merkelbach ist die Förderung „eine tolle Anerkennung unserer Arbeit“. Vor neun Jahren hat die Caritas den Stromspar-Check entwickelt und verbindet seitdem die berufliche Qualifikation von langzeitarbeitslosen Menschen mit Klimaschutz. „Vor allem aber ist die Förderung ein Beitrag, damit Haushalte mit geringem Einkommen nicht vor der Frage ‚Essen oder Heizen‘ stehen“, so der Caritasdirektor.

Seit Beginn des Stromspar-Checks haben bundesweit mehr als 275.000 Haushalte an dieser Energiesparberatung teilgenommen und so ihre Energiekosten deutlich gesenkt. So konnten der Umwelt mittlerweile mehr als 467.000 Tonnen CO²-Emissionen erspart werden. Bei der Weltklimakonferenz wurde der Stromspar-Check in dieser Woche mit dem „Sozial Innovation“-Preis von der Initiative Ashoka und der Schneider Electric Foundation ausgezeichnet.

Weitere Informationen: www.stromspar-check.de


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