Aufbau und Implementierung eines unabhängigen Ombudssystems in der Jugendhilfe in Baden-Württemberg

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Warum Ombudschaft in Baden-Württemberg?

Die Einrichtung eines unabhängigen Ombudssystems für die Jugendhilfe in Baden-Württemberg soll Kindern, Jugendlichen und Familien ermöglichen, ihre begründeten Rechtsansprüche im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe zu kennen und wahrzunehmen. Durch unabhängige Information, Beratung und Vermittlung wird dazu beigetragen, dass Konflikte mit öffentlichen oder freien Trägern konstruktiv und machtausgleichend gelöst werden. Dieses Vorgehen entlastet auch die Jugendhilfeträger. Die unabhängigen Ombudsstellen vermitteln bei Anspruch auf individuelle Leistungen in ambulanter, teilstationärer oder stationärer Form (insbesondere nach dem zweiten Kapitel, 4. Abschnitt des SGB VIII z.B. die Hilfen zur Erziehung) im Konfliktfall zwischen den Leistungsberechtigten und den öffentlichen Jugendhilfeträgern oder bei der Leistungserbringung durch den freien Jugendhilfeträger, sofern sich die Leistungsberechtigten subjektiv nicht ausreichend beteiligt, beraten, betreut und beschieden fühlen. Das Projekt bezieht die Expertise der Initiative Habakuk – Rechte haben, Recht bekommen ein (www.initiative-habakuk.de). Ombudsleute sind unparteiisch und unabhängig, vertreten bei Streitfragen aber die Interessen der strukturell unterlegenen Partei. So sollen strukturelle Machthierarchien ausgeglichen und eine gerechte Einigung erzielt werden. Der Begriff kommt aus dem Schwedischen und bedeutet „Treuhänder“. Weitestmögliche Unabhängigkeit bei der ombudschaftlichen Beratung ist neben einem strengen Vier-Augen-Prinzip dadurch gewährleistet, dass die Rechtsträgerschaft bei der Liga der freien Wohlfahrtspflege verortet ist – ein Zusammenschluss der freien Wohlfahrtspflege und selbst kein unmittelbarer Leistungserbringer.


Projektziele

• Die ombudschaftliche Beratung und Begleitung wird in Baden-Württemberg flächendeckend gewährleistet.
• Die bestehenden regionalen Ombudsstellen werden in verschiedenen Modellen weiterentwickelt, begleitet und gefördert.
• Die praktischen Erfahrungen werden dokumentiert und evaluiert.
• Ein Jugendhilfe-Monitoring zur Leistungsgewährung und -erbringung wird aufgebaut.
• Eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit findet statt, und die Fachöffentlichkeit wird informiert und sensibilisiert.
• Themenspezifische Veranstaltungen und Fortbildungen werden angeboten.
• Jugendspezifische und bedarfsgerechte Zugänge werden eingerichtet und erprobt.
• Zusätzliche Mittel für die Durchführung von themenspezifischen Projekten werden akquiriert.
• Ein Projektbeirat begleitet und unterstützt das Projekt fachlich.
• Die ombudschaftliche Arbeit wird in adäquate Strukturen überführt und verstetigt.


Projektleitung

 

Esther Peylo
Projektbüro Tübingen
0151 64 32 25 11
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Manuel Arnegger
Projektbüro Freiburg
0761 38 508-372
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Download: Flyer


Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V.

Stauffenbergstraße 3
70173 Stuttgart
Tel  0711 / 619 67 - 0
Fax 0711 / 619 67 - 67

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