DRK regt Auszeichnung für gelungene Integrationsprojekte an

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Der Präsident des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg, Dr. Lorenz Menz begrüßt das Interesse des Sozialministeriums, einen Integrationspreis auszuloben. In einem Schreiben hat das Ministerium die Absicht angekündigt, die entsprechende Anregung des DRK-Landesverbands aufzugreifen. Das Rote Kreuz kümmert sich bereits seit vielen Jahren um die interkulturelle Öffnung und hat ein verbandsübergreifendes Projekt initiiert.

Zuvor hatte sich der DRK-Landesverband Baden-Württemberg an das Sozialministerium gewandt und angeregt, für gelungene Integrationsprojekte und für Bürgerinnen und Bürger oder Vereine, die sich in der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund engagieren und eine interkulturelle Öffnung gezielt vorantreiben, eine Auszeichnung auszuloben.

In seinem Antwortschreiben bestätigt das Ministerium, dass „Impulse in den Bereichen Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt sowie das mit Nachdruck vorangetriebene Engagement für die Stärkung interkultureller Öffnungsprozesse dringend erforderlich“ seien. „Wir freuen uns über die positive Rückmeldung des Ministeriums“; so Dr. Menz zu dem Brief des Ministerialdirektors Prof. Hammann. „Damit können zivilgesellschaftliche Bestrebungen, die darauf abzielen, das friedliche Miteinander von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zu fördern, ohne großen finanziellen Aufwand Anerkennung erfahren und zugleich Vorbild für andere Aktionen sein“, meint der Präsident des DRK-Landesverbandes.

Ebenso erfreulich sei insbesondere auch die Information aus dem Sozialministerium, dass der Runde Tisch der Religionen Baden-Württemberg das Thema der interkulturellen Öffnung aufgreifen wird, sowie die Einschätzung des Ministeriums, dass das DRK in dieser Thematik eine Vorreiterrolle einnehme. Prof. Wolf Dieter Hammann wörtlich: „Das Deutsche Rote Kreuz leistet in der Integration vorbildliche Arbeit, was auch in Gestalt der von uns in Kürze gemeinsam veröffentlichten Handreichung „Interkulturelle Öffnung erfolgreich umsetzen“ deutlich zum Ausdruck kommt.“

Bereits 2014 veröffentlichte der DRK-Landesverband die Broschüre "Interkulturelle Öffnung leicht gemacht“ – mittlerweile in der zweiten Auflage. Von 2012 bis 2015 führte das DRK in den Kreisverbänden Göppingen und Schwäbisch Gmünd zwei von der Landesregierung geförderte Modellprojekte der Interkulturellen Öffnung durch. Regelmäßige Schulungen zur Interkulturellen Öffnung sind seit vielen Jahren fester Bestandteil des verbandlichen Lebens im DRK Baden-Württemberg. Im September beginnt in Möglingen bei Ludwigsburg das Leuchtturmprojekt "Bereitschaft für Vielfalt" zur Integration von geflüchteten Menschen in das Bereitschaftswesen des Roten Kreuzes.

Der DRK-Landesverband Baden-Württemberg bekräftigt erneut das Angebot, bei diesen Themen eng mit dem Ministerium zusammen zu arbeiten und alle Initiativen in diese Richtung zu unterstützen.

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