Paritätischer Wohlfahrtsverband fordert Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe auf Augenhöhe

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Weiterentwicklung der Ganztagsschule in Baden-Württemberg
Paritätischer Wohlfahrtsverband fordert Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe auf Augenhöhe

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg begrüßt die Beteiligungskultur der Kultusministerin bei der Weiterentwicklung der Ganztagsschule im Land. Für die Schulen sind die freien Träger der Jugendhilfe ein wichtiger Partner bei der Ausgestaltung des Ganztagsangebots. Dabei sind aus Sicht des Verbandes verbindliche Regelungen in der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule und deren Finanzierung unabdingbar. Nur so erreiche die Politik durch Partizipation letzlich auch die Praxis vor Ort und erhielten Kinder und Jugendliche optimale Bildungs- und Teilhabechancen.

Die Ganztagsschule bietet die Möglichkeit, soziale Benachteiligungen auszugleichen und allen Schülern/innen gleiche Bildungs- und Teilhabechancen zu geben. „Die Ganztagsschule stellt andere Ansprüche an das außerschulische Angebot als der klassische Hortbetrieb. Hier geht es um zusätzliche Bildungs- und Erfahrungsräume für die jungen Menschen, also die Chance auf Persönlichkeitsentwicklung über den Lernort Schule hinaus“, betont Ursel Wolfgramm, Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg. „Damit bekommt die Kooperation von Schule und außerschulischen Partnern wie der Jugendhilfe ein zusätzliches Gewicht. Gemeinsam stehen sie in der Verantwortung, Schule zu einem bedarfsgerechten und lebensweltorientierten Bildungsort zu entwickeln und damit zum Gelingen von Ganztagsschule maßgeblich beizutragen“, so Wolfgramm. Das seien jetzt die nächsten wichtigen und richtigen Schritte für eine auf Chancengerechtigkeit ausgerichtete Schulpolitik in Baden-Württemberg.

Aus Sicht des Verbandes muss die Kooperation von Jugendhilfe und Schule durch eine landesweite Vereinbarung verbindlich und umfassend geregelt und gleichzeitig die Eigenständigkeit der Jugendhilfe betont werden. Dazu gehören auch klare finanzielle Rahmenbedingungen, die den Qualitätsstandards und der Professionalität freier Träger gerecht werden. Außerdem müsse das Ganztagsangebot dem Bedarf vor Ort entsprechend gestaltet werden können. Nur so könne  es für Schulträger Planungssicherheit und für Eltern ein echtes Wahlrecht geben.

Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg e.V.
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